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Marmolada - Gletscherhütte

Die Felsgrate am Marmolada-Massiv sehen aus wie die Rückenpanzer schlafender Dinosaurier

Die Gondel für die Fahrt zur Fiacconi-Hütte

Blick von der Fiacconi-Hütte über den Gletscher zum Stausee und die gegenüberliegenden Bergmassive


Die Stufen im Fels die zur Gletscherhütte führen (ca. 15 Minuten von der Fiacconi-Hütte)

Die Marmolada ist mit 3342 m der höchste Berg der Dolomiten und der einzige der über einen Gletscher verfügt. Nur um Hochsommer zieht sich der Schnee auf über 2800 m zurück, im Frühjahr wo wir hier waren, lag die Schneegrenze etwas oberhalb der Seilbahntalstation. Die Marmolada ist für die Touristen gut erschlossen, vor allem in der Winter- und Sommerhochsaison ist hier viel los, aber im Juni eröffnen die Hütten erst (der 15.06.2001 war der erste Betriebstag der Stehgondelbahn) und so hält sich der Betrieb in Grenzen.
Wir unternahmen einen Fahrt mit der Stehgondelbahn zur Fiacconihütte mit kurzem Aufstieg zur Gletscherhütte. Die Seilbahn zum Marmoladagipfel hatte noch nicht eröffnet.
Wir lassen das Auto am Parkplatz an der Staumauer stehen, gleich hinter dem langen Straßentunnel und überqueren die Staumauer ( man kann darauf auch entlang fahren, aber beim Laufen kann man die Natur besser beobachten). Rechts neben der Staumauer geht es ganz schön tief hinunter, links spiegeln sich im Wasser des Stausees die Gipfel. Die Marmolada ist ein beeindruckender Berg, Ein dicker Eispanzer bedeckt den Großteil der Felsen, aber es ragen mehrere Felsgruppen steil aus dem Eis heraus (.z.B. Sasso de Dodici , 2722 m und Sasso de Undici. 2802 m). Diese Felsen sehen aus wie die Rückenpanzer längst ausgestorbener Urtiere, die hier tief unter dem Berg schlafen. Über die Staumauer hinüber und nun rechts ab in einer langen Kehre zur Talstation des Stehgondelliftes. Auf den ersten Blick eine ziemlich abenteuerliche Seilbahn – eine Gondel für 2 Mann, die Gondel ist nur durch ein hüfthohen Eisengitter begrenzt und dann müssen die zwei Personen auch noch während der Fahrt aufspringen. Aber wenn man erst mal drin ist in der Gondel (das Personal hilft dabei) beginnt eine 15 Minuten lange Fahrt über Felsen und Schnee mit herrlichen Ausblicken. Der Fedaia-Stausee wird immer kleiner, Portavescivo-Gebirgsmassiv auf der anderen Seite der See überblicken, denn es ist nicht so hoch wie die Marmolada. Die Seilbahn führt über steile Felswände, manchmal kreuzen wir den Dolomitenwanderweg, welcher auch auf die Marmolada führt, ein steiler Steig über Felsen, teilweise mit Drahtseil und Leiter gesichert. Bald haben wir die Felsenregion hinter uns gelassen und der Schnee beginnt, allerdings nur im Frühjahr, in normalen Sommern schmilzt der Schnee bis kurz hinter die Gletscherhütte. Nach ca. 15 Minuten kommt die Bergstation in Sicht und wir müssen wieder aus der Gondel heraus springen, etwas ungewohnt, weil einem die Beine von Stehen eingeschlafen sein können. Die Seilbahn ist zwar relativ einfacher Bauart , aber trotzdem zuverlässig und die Fahrt sieht schlimmer aus, als es ist. Schon hier auf 2625 m bei der Fiacconi-Hütte bietet sich eine beeindruckende Aussicht auf den Stausee, die Gipfel gegenüber und links ist das mächtige Sella-Massiv und sogar der Langkofel zu sehen. Aber hinter uns ragt der Gipfel weiter 700 m in die Höhe, überwiegend schneebedeckt, aber der Gipfelgrat ist eine große Felswand. Von der Bergstation führt ein steiler Pfad zur Gletscherhütte, 2722 m, dieser Pfad ist nicht lang (15 Minuten) aber sehr steil und deshalb auch gut ausgebaut, Stufen wurden in den Fels betoniert so, daß man ohne Probleme die Gletscherhütte erreicht, allerdings wird es etwas eng, wenn viel Betrieb ist. Die Gletscherhütte ist der Endpunkt für all jene, die keine große bergsteigerische Erfahrung haben, weiter geht es für Bergsteiger von hier aus über Eis und Fels zum Marmolada-Gipfel. Aber auch die Gletscherhütte ist ein schönes Ziel, mit herrlichen Blick über die nördlichen Dolomiten und zum Stausee hin, selbst die Bergstation erscheint, obwohl nur 100 m tiefer schon klein wie ein Spielzeug. Und weit über uns sieht man die Gondeln der anderen Marmolada-Seilbahn, die zum Gipfel führt, bei unserem Besuch aber stillstand. Wenn man in dieser Gegend sich aufhält, sollte man jedoch beim Betreten von Schnee und Eis Vorsicht walten lassen, auch der Fels bietet sich immer halt. Zurück geht es dann auf dem gleichen Weg wie hinauf, zuerst zu Fuß und dann mit der Gondelbahn.
Diese Tour ist sehr schön und führt in die Welt von Eis, Fels und Schnee, die Seilbahfahrt ist zwar etwas abenteuerlich, aber der herrliche Blick während der Fahrt und von den Hütten entschädigt dafür.
Ausgangspunkt Parkplatz an der Staumauer des Fedaia-Stausees und an der Seilbahntalstation
Dauer
Seilbahnfahrt ca 20 Minuten
Aufstieg zur Gletscherhütte 15 Minuten
Anforderungen unschwer, Aufstieg kurz aber steil, Felstreppen, Seilbahnfahrt ist nicht für ängstliche Personen
Wegmarkierung keine
Höhenunterschiede Fedaia-Stausee 2053 m
Rif. Dolomina 2100 m (Talstation)
Rif. Fiacconi 2625 m (Bergstation)
Rif. Ghiacciao 2722 m
Einkehrmöglichkeiten Rif. Fiacconi
Rif. Ghiacciao
mehrere Gaststätten am Fedaia-Stausee.
Besonderheiten Es gibt noch eine zweite Seilbahn (Kabinenbahn, die bis zum Marmolada-Gipfel führt), diese Seilbahn hat ihre Talstation im Pettorina-Tal und war bei unserem Urlaub noch nicht in Betrieb.
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